Archive for the ‘Notate’ Category

#1147

Mittwoch, Juni 30th, 2010

In seinem Buch “Wie bitte?” schreibt David Lodge von Homophänen, die für Lippenleser etwa gleichbedeutend seien mit den Homophonen der Normalsprache: Worte, die auf den Lippen ebenso aussehen, aber eine andere Bedeutung haben, z.B. Karten und Garten oder Mutter und Butter. Nur finde ich im Internet den Ausdruck “homophän” nicht. Hat sich Lodge das nur ausgedacht, oder ist ein Gehörloser oder sonstwie Kundiger anwesend, der uns schlauer machen könnte?

#1138

Dienstag, Juni 29th, 2010

Komisch. Alles was ich zurzeit lese und ansehe, dreht sich um Altenpflege. Erst das Buch “Wohin mit Vater?”, gestern der letzte Leipziger Tatort “Heimwärts” und nun noch die Simpsons. Neben Inkontinenz nun auch noch Paranoia? Die Thanksgiving-Episode “Bart bleibt hart” (S02E07) ist grandios und schon jetzt meine Lieblingsfolge. - Kinder brauchen Disziplin. Das wird dir jede Briefkastentante bestätigen.” - “Hallo Vermittlung? Welche Nummer hat die 110? - …danken wir dir für die gelegentlichen Augenblicke des Friedens in unserer Familie. - “Bitte sprechen Sie nicht über Dinge, die die Außenwelt betreffen!” (steht auf dem Schild am Pflegeheim, wo Homers Vater lebt)

#1093 Notate 23-6-2010

Mittwoch, Juni 23rd, 2010

Was uns wirklich krank macht: “Der permanente Aufmerksamkeitsdruck verändert die Psyche des Menschen. Doch nicht die Technologie ist das Problem, sondern die Kombination von Informations- und Konkurrenzdruck. Wir müssen wieder Herren unserer Zeit werden. Von Geert Lovink”

#1042

Sonntag, Juni 20th, 2010

Bei den thematischen Textstreuseln sammle ich ab sofort Fundstücke zum Thema Beleidigungen. Fremdgaben sind jederzeit herzlich willkommen!

#1035

Samstag, Juni 19th, 2010

WM-Fieber in der Grimmaischen Straße

WM-Fieber

#1034

Samstag, Juni 19th, 2010

Hinterhof in Leipzig. Der Charme ruinöser Idyllen

Hinterhöfe

#831 Notate 1-6-2010

Dienstag, Juni 1st, 2010

Lena und Titel verteidigen. Das ist ja fast wie beim Boxen. Kaum kriegen wir Deutsche den kleinen Finger gereicht, wollen wir die ganze Hand. Oder zumindest die Schalke-Arena. Oder noch die Weltmeisterschaft. Oder nen neuen Bundespräsident. Ok, der wird uns sowieso vorgesetzt. Volk soll ja nicht gefragt werden.

In einem Kommentar hörte ich, die Bundesversammlung würde sich fürderhin scheuen, einen Quereinsteiger (Nicht-Profipolitiker) zum Bundespräsidenten zu machen, was ich sehr, sehr bedauern würde. Bin ohnehin der Meinung, Politiker sollte eher ein Nebeneruf sein mit einem Hauptberuf von mindestens 20 Wochenstunden.

Margot Käßmann hat eine bestaunenswerte POPularität. Sie sollte Aussschau halten, ob nicht irgendwo ne Kirchentür zu finden ist, die 92 (?) Anschläge vertrüge.

Schon mal bemerkt, daß immer jene Postings und Inhalte die geringste Resonanz erzeugen, die einem wichtig sind, am Herzen liegen oder ein akutes Problem beheben sollen?

‘4wordsbeforedeath’ made my day, besonders die allseits geschätzte und verehrte humorigste Bloggerin Ingeborch.

Vielleicht trat Köhler ja nur zurück, um in Ruhe Fußball-WM gucken zu können. Weiß mans.

Ich erwarte mir vom Arbeitstschutz Dinge, die er nicht einzulösen imstande ist.

Die Supernanny der Politik geht selbst auf die Stille Treppe. #Köhler

Und wenn ihr partout auf einer Frau als Bundespräsidentin besteht, muß das eben Uschi Blum machen.

Blogprojekt “31 Tage – 31 Bücher”. Sollte ich eigentlich mitmachen, wenn ich nicht so stinkend faul geworden wäre.

#830

Dienstag, Juni 1st, 2010

Mal wieder ist er Thema im KF gewesen: “Hesse beackert die Themen, die nie aufgehört haben, mich zu drangsalieren. Er war ein extrem unzufriedener Mensch, der trotzdem in einer bürgerlichen Existenz Zuflucht fand. Sein Beharren auf Eigensinn, auf Durchdenken und Beleuchten der eigenen Verfaßtheit besticht immer wieder. Trotz seines Gebarens der Weltflucht, war er auf Kommunikation zutiefst angewiesen und ist einer der wirklich großen Briefeschreiber des 20. Jahrhunderts. Es gibt so viele Dinge, die mich mit Hesse verbinden und die er immer wieder in mir wachhält, daß mir völlig wurscht ist, wie er momentan literarisch eingestuft wird. Daß er einer der anbetungswürdigsten Bibliomanen war, setzt dem Ganzen die Krone auf.”

#762

Donnerstag, Mai 27th, 2010

“Sauce Hollandaise ist so leicht zuzubereiten, daß sie sogar Ihrem Mann gelingen würde”. (Columbo: Doppelter Schlag, 1973) - Sehr witzig. Diese Sauce oder Mayonnaise zu schlagen kann ziemlich in die Hose gehen. Solche nichtindustriell hergestellten Emulsionen sind mitunter durchaus ephemer. Das geht noch schlimmer weiter… “Vergessen Sie nicht, wenn Sie Ihren Gemahl heute Abend ampfangen, beweisen Sie ihm, daß ein schmackhaftes Essen in der Ehe Wunder bewirken kann.”

Columbo, Doppelter Schlag, 1973 : elektrisches Fahrrad für Ergometer.. Ich LIEBE diese Filme allein schon wegen dieser obsoleten Kuriositäten.

Es gibt keinen Altersunterschied, wenn man mit jemandem übereinstimmt. (Columbo: Doppelter Schlag, 1973)

Im “Stechlin” auch ausgestorbene Interjektionen wie “Kolossal!” oder “Kapital!”.

Warum werden an sich gar nicht mal so üble Filme meist durch einen tumben Showdown verhunzt? Gestern Disturbia gesehen, das die Idee von Hitchcocks “Fenster zum Hof” neu umsetzt. Schreckliche Leere, wenn man dem Zur-Strecke-Bringen des Bösewichts wieder zur Puste kommt.

Sagt mal Oslo, ohne daß es nach Eurovision Song Contest klingt.

Unglaublich. Und wieso wird das ellenlang gefilmt und niemand beseitigt den Stein des Anstoßes.

“Wasser auf die Mühlen der Sozialdemokratie” - ein häufiges Szenario in Fontanes “Stechlin”.

Entdecke mit Beethovens Serenade für Flöte und Klavier op.41 gerade den Reiz des Flötenspiels.

Möchte wissen, ob ich vor 12 Jahren, bei der Erstlektüre vom “Stechlin”, “Wrasen” noch wußte. JETZT jedenfalls muß ichs nachschlagen.

Lange nicht mehr gelesen: “einen Gustus haben” (Fontane, Stechlin)

Retweet: Verdammt. Die Tauben wissen, wo mein Auto steht.

“Wasser auf die Mühlen der Sozialdemokratie” - ein häufiges Szenario in Fontanes “Stechlin”. vor ungefähr 2 Stunden via TweetDeck

Retweet: Dieser tweet kann in Ihrem Land leider nicht angezeigt werden.

Bücher, Ziegel, Bücher, Ziegel

Auf Markus Trapps Initiative Twitter ist hin: Retweet: Twitter ist wie Ritter-Sport-Schokolade, nur nicht quadratisch. // Twitter ist das potenteste “Abfluss frei” im Webzwonull. // Twitter ist Alltag. Auf der Maslowpyramide ganz unten. // Vor 10, 15 Jahren hätte man für jeden Tweet ein Telegramm schicken müssen.

Nach 1 Jahr Lektüre von Bibliotheksbüchern Entzugserscheinungen; zudem war die Auswahl beschränkt! vor ungefähr 7 Stunden via TweetDeck als Antwort

Nach 1 Jahr fast gänzlicher Abstinenz aufgrund von Bibliotheksleihen nehme ich die Buchkäufe via Internet wieder auf.

Die haben ein Totalmeise! Leipzigs Clara-Zetkin-Park rückbenennen. Ich fasse es nicht.

Begonnen: Zweitlektüre von Theodor Fontanes “Der Stechlin” (zuerst 1998).

Nach meiner jugendlichen Begeisterung entdecke ich nach 25 Jahren gerade Joe Pass wieder.

Vor 45 Jahren hätte Lena sicher so gesungen.

#746 Notate 26-5-2010

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Letzte Ausfahrt Lütjenburg: Im Zeitalter von Google Maps verwandelt sich auch Literatur in Erdkunde: Ein Streifzug durch die neuen Landkarten der Buchwelt.

Tolle Entdeckung: Belles Lettres – Deutsch für Dichter und Denker.

Versteckte Option: Textversion meiner Liste gelesener Bücher (LGB) seit 1989.

Bibliomane Cartoons: iPad, Book Day und New and Old Books

Der Wechsel von der Politik in die Wirtschaft ist für Roland KOCH wie die von einem Bistro in die Großküche. Er hört nicht auf, er fängt erst richtig an. - Befreit sich Koch von der Ämter Joch folgt Tillich ihnen willig.

Zu diesem Zeitpunkt war ich längst schon zum unheilbaren BAP-Fan mutiert. Nämlich seitdem in der DDR das Album “Von drinne nach drusse” herauskam. Mein Lieblingssong ist aber Wellenreiter.

Peinlich, aber wahr. Yentl habe ich noch nie gesehen. Dank Dailymotion kann ichs nachholen.

Kann man sich eigentlich selbst Geld aus der Taschen ziehen? #TuWasGegenGeiz

Leipziger twiddern.

Die polnische Grundzahl 9 ist ein Zungenbrecher, der jedem Sprachneuling den Zwangsbesuch beim HNO-Arzt beschert.

Als wir eine Patientin mit Höhenangst bekommen hatten, meinte eine Kollegin zur Dienstübergabe: “Da ist sie bei uns in der 2. Etage auch nicht gerade gut aufgehoben.”

Die Spontanerwiderung der Patientin auf meinen Small-Talk-Seufzer “Hach, man hats nicht leicht!” - “Was biste auch so fett!”

Moderne Buchkunst seit 1960.

“Spaß beiseite. Humor und Politik in Deutschland”. Bis Oktober Ausstellung im Leipziger Zeitgeschichtlichen Forum.

Auf meinen Tweet “Weiß einer von euch E-Mail-Generation noch, was eine Abendleerung bedeutete?” erntete ich diverse Reaktionen, die mich veranlaßten, den Briefkasten am Leipziger Hauptbahnhof zu inspizieren mit dem Ergebnis, daß neben der obligaten Morgenleerung noch eine Spätleerung um 18.30 Uhr sowie eine Nachtleerung um 23.30 Uhr existiert.