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Freitag, Juli 30th, 2010Was ist die Literatur anderes als eine elegante Art der Haarspalterei? (Frederic Beigbeder)
Was ist die Literatur anderes als eine elegante Art der Haarspalterei? (Frederic Beigbeder)
Was ich schreibe, hat Gültigkeit eigentlich allein für mich. Ich glaube, daß alle Literatur im Grunde für einen selbst geschrieben wird: Ein Autor verständigt sich mit sich selbst und nur da, wo das einigermaßen gelingt, vermögen die entstandenen Texte für andere von Interesse zu sein. Schließlich ist alle Literatur, wie Goethe sagt, Autobiographie oder Makulatur. (Christoph Hein: Öffentlich arbeiten. Essais und Gespräche, S. 123)
Durch bedeutende Bücher sehen wir, genau wie durch die Liebe, die Welt mit anderen Augen. (Frederic Beigbeder: Letzte Inventur vor dem Ausverkauf. Die fünfzig besten Bücher des 20. Jahrhunderts, S. 17)
Eine Zeitung, die ‘Alton Sun’, die auf den Boden gefallen war, hielt einen Zipfel im Luftzug hoch, als bitte sie darum, gelesen zu werden. (John Updike: Der Zentaur, S. 65)
“Leander hat das mit vielen eitlen Dichtern und Schriftstellern gemein, daß er nicht hören mag, eben deshalb aber nur allein lesen, nur allein sprechen will. (E.T.A Hoffmann: Die Serapionsbrüder)
Selbst die Hölle kann nicht so wüten wie das Weib eines berühmten Dichters. (Anatole Broyard: Verrückt nach Kafka. Erinnerungen an Greenwich Village, S. 149)
Literaturkritik war ‘en vogue’. Randall Jarrell erzählte, daß es Leute gab, die in Fragen der Lebensführung ihre Lieblingskritiker konsultierten, wie einst einen Pfarrer. (Anatole Broyard: Verrückt nach Kafka. Erinnerungen an Greenwich Village, S. 17)
Ein nicht mehr lieferbares Buch mit einem Preis auszuzeichnen, ist eine der schärfsten Formen der literarischen Kritik. (Anatole Broyard: Verrückt nach Kafka. Erinnerungen an Greenwich Village, S. 43)
Abgesehen von der politischen Phrasendrescherei gibt es nur wenige Schreibreformen, die so kurzlebig sind wie die der Komik. (Evelyn Waugh)
“Was sind Schriftsteller denn? Die gleiche Art von Unterhaltungskünstlern wie Zauberer. (Isaac Bashevis Singer: Schoscha, S. 73)