Archive for the ‘Bibliomanie’ Category

#1121

Freitag, Juni 25th, 2010

Der Londoner Künstler Jeremy May (Littlefly) macht Schmuck aus Büchern - “literarische Juwelen”-. Ringe, Ketten, Armreifen, Anhänger usw. entstehen als Unikate aus dicken Büchern. Er stanzt Formen aus Wälzern, laminiert und poliert sie und gibt dem Einzelstück so die endgültige Form, wobei Text und Bilder an der Oberfläche weiterhin erkennbar bleiben. Das gefertigte Teil wird später in den enstandenen Hohlraum gelegt. Man kann sogar seine eigenen Büchern zur Herstellung eines Unikats verwenden (lassen). Außerdem sind über die Webseite alls verwendeten Bücher auch in ihrer ursprünglichen Form zu beziehen! Wenn iPad & Co den Siegeszug über das Totes-Holz-Buch davon getragen haben wird, wird diese Form des Umgangs mit Büchern möglicherweise die bevorzugte sein. Oder nicht? Ich fand dieses bibliomane Kleinod durch Anke Gröners Blogbeitrag und stelle den Fund in die Rubrik Das Buch in der Kunst.

#1118

Freitag, Juni 25th, 2010

Gestern Nacht fand ich auf dem Heimweg von einem Umtrunk im Biergarten die neue Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT. Seit bestimmt mehr als 10 Jahren habe ich keine Zeitung mehr gelesen, von sporadischen Versuchen mit der LVZ während der Pausen auf Station einmal abgesehen. Mich erstaunte, wie anders es war, die Artikel zu lesen. Ich habe vergessen, welches Feeling, welch haptisches Erlebnis es ist, einen solchen Koloß von Wochenzeitung zu bändigen. Allein schon das Umschlagen der Seiten, die Kontrolle, welche Artikel einem fehlen, welche man auslassen wird, welche man später lesen möchte… Was mich bei dieser Sache am meisten überraschte, ist, wie unterschiedlich die Lektüre wirkt. Im Lauf der Jahre habe ich mich an die alleinige Rezeption von Online- Texten gewöhnt und die Überzeugung gewonnen, daß sie deckungsgleich mit der Offline-Variante wäre und es keine Rolle spiele, zu welcher man greife. Das stimmt so nicht. Wenn ich einen längeren Artikel in der Zeitung lese, die ich aufgeschlagen halte, fällt das Mäandern weg, das sich unwillkürlich einstelllt, wenn man etwas am Bildschirm verfolgt. Papierzeitungen lesen ich linear. Am Bildschirm ist die Ungeduld weit größer, springe ich hin und her, folge ich Links, kehre zurück, überspringe viel schneller eine Passage, abstrahiere ich zügiger usw. Die gebündeltere Aufmerksamkeit beim Lesen bescherte mir gestern Nacht ein bedenkenswertes Erlebnis, welches insofern von Bedeutung sein könnte, als sich die Erkenntnis, herkömmliches, lineares Lesen sei auch bei der Lektüre der Zeitung ein qualitativer Zugewinn, unter Umständen viel regelmäßiger im Kauf eines Blattes auswirken sollte. Ich sollte nicht warten, bis der Zufall mir wieder liegen gebliebes Material beschert.

#1063

Montag, Juni 21st, 2010

Amazons elektronisches Lesegerät Kindle bietet mit der Funktion “Popular Highlights” die Möglichkeit, Passagen zu markieren und sich dadurch mit anderen Lesern des Buches zu vernetzen. Während Lesen bislang immer noch als ein Hort der Abgeschiedenheit, des einsamen Tuns galt, scheint es nun “sozial” zu werden. Die Kindle-Funktion sei lediglich die Vorhut von Entwicklungen, die in Zukunft die Konzentration und das Leseerlebnis beeinträchtigen könnten. Studien zufolge leide Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit empfindlich unter Multitasking. Nicholas Carr thematisiert die Auswirkungen von Multitasking in seinem Buch “The Shallows”. Sogar Hochkultur und Wissenschaft würden betroffen. Multitasker zeigten zirka 10 bis 20 Prozent schlechtere Leistungen als Menschen, die sich auf eine einzige Aufgabe konzentrierten. Der Glaube, man wäre produktiver, wenn man möglichst viel gleichzeitig erledigt, erweise ich als Irrglaube. [X]

#1049

Sonntag, Juni 20th, 2010

Inmitten von Büchern zu wohnen, erlangt mit dem Bookshelf Apartment eine neue Dimensionen. Eingereiht in die Rubrik Bücherregale innerhalb des Bücherlei.

#749

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Giesbert Damaschke beschert uns ein zweites Echtzeitblog. Nachdem er mit dem Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe umfangreiche Resonanz gefunden hat, legt er mit Johann Peter Eckermanns ‘Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens’ nach. Start ist der 10. Juni!

#746 Notate 26-5-2010

Mittwoch, Mai 26th, 2010

Letzte Ausfahrt Lütjenburg: Im Zeitalter von Google Maps verwandelt sich auch Literatur in Erdkunde: Ein Streifzug durch die neuen Landkarten der Buchwelt.

Tolle Entdeckung: Belles Lettres – Deutsch für Dichter und Denker.

Versteckte Option: Textversion meiner Liste gelesener Bücher (LGB) seit 1989.

Bibliomane Cartoons: iPad, Book Day und New and Old Books

Der Wechsel von der Politik in die Wirtschaft ist für Roland KOCH wie die von einem Bistro in die Großküche. Er hört nicht auf, er fängt erst richtig an. - Befreit sich Koch von der Ämter Joch folgt Tillich ihnen willig.

Zu diesem Zeitpunkt war ich längst schon zum unheilbaren BAP-Fan mutiert. Nämlich seitdem in der DDR das Album “Von drinne nach drusse” herauskam. Mein Lieblingssong ist aber Wellenreiter.

Peinlich, aber wahr. Yentl habe ich noch nie gesehen. Dank Dailymotion kann ichs nachholen.

Kann man sich eigentlich selbst Geld aus der Taschen ziehen? #TuWasGegenGeiz

Leipziger twiddern.

Die polnische Grundzahl 9 ist ein Zungenbrecher, der jedem Sprachneuling den Zwangsbesuch beim HNO-Arzt beschert.

Als wir eine Patientin mit Höhenangst bekommen hatten, meinte eine Kollegin zur Dienstübergabe: “Da ist sie bei uns in der 2. Etage auch nicht gerade gut aufgehoben.”

Die Spontanerwiderung der Patientin auf meinen Small-Talk-Seufzer “Hach, man hats nicht leicht!” - “Was biste auch so fett!”

Moderne Buchkunst seit 1960.

“Spaß beiseite. Humor und Politik in Deutschland”. Bis Oktober Ausstellung im Leipziger Zeitgeschichtlichen Forum.

Auf meinen Tweet “Weiß einer von euch E-Mail-Generation noch, was eine Abendleerung bedeutete?” erntete ich diverse Reaktionen, die mich veranlaßten, den Briefkasten am Leipziger Hauptbahnhof zu inspizieren mit dem Ergebnis, daß neben der obligaten Morgenleerung noch eine Spätleerung um 18.30 Uhr sowie eine Nachtleerung um 23.30 Uhr existiert.

#712

Freitag, Mai 21st, 2010

Warum schielt man trotz des Wissens, daß man quasi ’seine’ Autoren ‘beisammen’ hat, also für die einem noch verbleibende Lesezeit ausreichend Lesestoff verfügbar hat, immer noch und wieder nach Neuem?

#627

Freitag, Mai 14th, 2010

Nach dem Spätdienst saß ich gestern in der Straßenbahn einer Frau gegenüber, von der ich weiß, daß sie in der Stadtbibliothek arbeitet. Ich lese gerade ein Buch aus selbiger und traute mich nicht, wie ich es ständig mache, Passagen zu markieren, um sie später abzutippen und auf meiner Homepage oder im Web 2.0 zu verewigen. Denn unterwegs, muß ich gestehen, benutze ich statt eines Bleistiftes den Kugelschreiber. Vielleicht sollte mir als Begleitperson im öffentlichen Personennahverkehr stets eine Bibliothekarin zugeordnet sein?!

#593 Notate 11-5-2010

Dienstag, Mai 11th, 2010

“Stellen Sie keine Fragen. Dann hören Sie keine Lügen.” (Inspector Barnaby: Drei tote alte Damen)

Bin heute den Facebook-Gruppe Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben, ABER SICHER IST SICHER ! (Auch wenns plenkt), Buch + Kunst / book + art sowie Buch, Bücher, am Buchsten beigetreten.

Best Bookcases, Bookshelf & Bookcase Designs

Die Lesende soll irgendwo in Unna als Skulptur zu bestaunen sein. Weiß jemand Näheres?

Die große eBook-Bibliothek der Weltliteratur gibt es bei Zweitausendeins für 39,90 Euro.

Facebook ist Selbstprostitution.

Nix Autobahn, sondern Bücherbahnregal. Siehe hier.

Wie durfte ein Buch von einer Autorin mit dem Namen Angela Leinen jemals und dies auch noch als Originalausgabe als Taschenbuch erscheinen? Es geht übrigens um Wie man den Bachmannpreis gewinnt: Gebrauchsanweisung zum Lesen und Schreiben (short link).

#577 Bibliomane Notate (1)

Sonntag, Mai 9th, 2010

Architekt und Designer David Garcia entwarf das Circular Walking Bookshelf (siehe auch im LB)

OpenLibrary - “Eine Webseite für jedes jemals erschienene Buch. Ein ambitioniertes, aber erreichbares Ziel” - erscheint mir als ein Projekt, welches als Lebenstraum eines Bibliomanen durchgehen könnte. Natürlich habe ich mir einen Account gesichert, bin aber gleich beim ersten Versuch, ein Buch einzutragen, gescheitert. Dennoch: weiterbeobachten!

Dank Bibliothek mehren sich ab- und unterbrochene Lektüren. Mit zunehmendem Alter weniger Geduld/Durchhaltewillen. Lesezeit rennt einem davon.

Lesemaschinen.

Read more Books than Blogs.

Die Bücherärzte: “Restauratoren der Universitätsbibliothek in Göttingen kämpfen dagegen, dass jahrhundertealte Papierschätze verfaulen. Ein Werkstattbesuch”

Allen Lesern ins Stammbuch ist eine Rubrik aus Marius Fränzels Weblog. Anlaß, dies zu erwähnen, ist ein köstlicher Dialog aus einer Tübinger Buchhandlung.

Die verrücktesten Buchtitel: Teil 6, Teil 5, Teil 4, Teil 3, Teil 2, Teil 1.

Kunst aus Büchern zeigt uns, was man mit Büchern tun kann, außer sie zu lesen, nämlich sie als Kunstobjekte zu verwenden. Beim zweiten Link ist der Ort ungewöhnlich, an dem Büchern zur Verfügung gestellt werden, nicht eben der klassische Platz - eine Strandbibliothek.

Das iPad als Bücherstütze - erfunden wurde das iBookend vom Londoner Künstler Dominic Wilcox. Sicherlich eine Bücherstütze für den Bücherfreund mit etwas gehobenerem Einkommen.

Ein Haus aus Büchern buchstäblich genommen, auch Book Cell genannt.

Zehn Punkte, an denen man eine gute Buchhandlung erkennt.

Über Bücherhotels schreibt die Bloggerin Katharina Lachmann.

Giesbert fragt sich, warum es ein wenig verpönt sein soll, Bücher nach Farben zu sortieren.

100 Places to Connect With Other Bibliophiles.

Plädoyer für Gebrauchsspuren an Büchern.

Über das Buchstabenmuseum berichtete die ZEIT.

Ein Weblog nur für Bücherregale.