Archive for the ‘AllgZitate’ Category

#1926

Montag, Oktober 25th, 2010

Wenn man getrunken hat, weiß man das Rechte. (Johann Wolfgang von Goethe)

#1924

Montag, Oktober 25th, 2010

Wir sind eben außerstande, beim Rückblick auf unsere dreißig, sechzig Lebensjahre von den Umständen und den Stimmungen des Tages abzusehen. Es wäre übermenschlich, im Licht einer gestern gewonnenen Lottomillion diesselbe Lebensbilanz zu ziehen wie in Erwartung der nächsten Nierenkolik. (Wolf Schneider: Glück. Eine etwas andere Gebrauchsanweisung, S. 25)

#1923

Montag, Oktober 25th, 2010

Die Volkswirtschaft kann nur dann gedeihen, wenn die Leute fälschlicherweise glauben, daß die Produktion von Wohlstand sie glücklich macht. (Daniel Gilbert)

#1922

Montag, Oktober 25th, 2010

Das Wetter? Psychologen wissen es, seriöse Meinungsforscher auch: Umfragen bei Sonnenschein ergeben mehr positive Gesamturteile über die eigene Zufriedenheit als solche bei Regen. (…) Die Haare können einem zu Berge stehen, wenn man liest, was alles die Aussagen über das Lebensglück beeinflussen und folglich die Statistik verfälschen kann. (Wolf Schneider: Glück. Eine etwas andere Gebrauchsanweisung, S. 24)

#1921

Montag, Oktober 25th, 2010

Der Begriff der Einsamkeit bezieht sich auch auf einen Menschen inmitten vieler anderer, für die er selbst ohne jede Bedeutung ist, für die es gleichgültig ist, ob er existiert oder nicht existiert, die die letztliche Gefühlsbrücke zwischen sich selbst und ihm abgebrochen haben. (Norbert Elias: Die Einsamkeit der Sterbenden)

#1920

Montag, Oktober 25th, 2010

Eine andere, im engeren Sinne soziale Form der Vereinsamung stellt sich dann ein, wenn ein Mensch an einem Ort lebt oder eine Position hat, die es ihm nicht ermöglicht, Menschen von der Art zu begegnen, von der er fühlt, daß er ihrer bedarf. (Norbert Elias: Die Einsamkeit der Sterbenden)

#1908

Samstag, Oktober 23rd, 2010

Angesichts der facettenreichen Geschichte der Menschheit sollte man keineswegs auf eine nur freudige Zukunft schließen, dennoch gibt es Grund zum Optimismus. (Jason Epstein: Vom Geschäft mit Büchern)

#1906

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Weniger Analphabetentum wird die Fähigkeit des Menschen zu Unfug genauso weniger verringern wie Martin Heideggers philosophische Bildung ihn davon abhielt, die Nazis zu unterstützen - ein Dilemma, das Philosophen weiter ausloten könnten. (Jason Epstein: Vom Geschäft mit Büchern, S. 30)

#1904

Freitag, Oktober 22nd, 2010

Die Ausländer halten die Deutschen, was ihre Sprache betrifft, für grobe brummende Leute, die mit rostigen Worten dahergrummen und mit hartem, blindem Geläute von sich knarren; ja man meinet, die deutsche Sorache habe nur eintausend Wörter in sich, derer achthundert von Griechen, Hebräern und Lateinern erbettelt und ungefähr zweihundert grobe deutsche Wörter daselbst vorhanden wären. (Justus Georg Schottel)

#1903

Donnerstag, Oktober 21st, 2010

Bekanntlich sind die Sprachen, namentlich in grammatischer Hinsicht, desto vollkommener, je älter sie sind, und sie werden stufenweise immer schlechter, vom Hohen Sanskrit an bis zum Englischen Jargon herab, diesem aus Lappen heterogener Stoffe zusammengeflickten Gedankenkleide. (Arthur Schopenhauer)