Archive for the ‘AllgZitate’ Category

#1583

Freitag, Juli 30th, 2010

Nach Kopernikus, der uns gelehrt hat, daß wir uns nicht im Zentrum des Universums befinden, und Darwin, der uns darüber aufklärte, daß wir vom Affen abstammen, erzählt uns nun Freud, wir seien nicht einmal Herr unserer Sexualität. Das nennt er die ‘dritte Kränkung’, was ihn dazu veranlaßt, bei seiner Ankunft in New York zu behaupten: “Ich bringe Ihnen die Pest”. (Frederic Beigbeder: Letzte Inventur vor dem Ausverkauf)

#1579

Freitag, Juli 30th, 2010

Alles, was schön ist, ist unvollkommen. (Frederic Beigbeder)

#1577

Freitag, Juli 30th, 2010

Wenn Kunstwerke schwer zugänglich sind, wird man in der Regel für seine Mühe belohnt; das Gehirn vergißt die Schwierigkeit, nicht aber die Bilder. Was natürlich nicht immer der Fall ist, ein Buch kann nämlich durchaus kompliziert und inhaltsleer zugleich sein. (Frederic Beigbeder: Letzte Inventur vor dem Ausverkauf. Die fünfzig besten Bücher des 20. Jahrhunderts, S. 65)

#1562

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Die erfundene Wirklichkeit der Kunst wirkt auf die tatsächliche zurück, erläutert und kommentiert sie, erklärt sie beruhigend und beunruhigend. Sie hebt die alltägliche und darum unsichtbare Wirklichkeit in unser Blickfeld. Sie erhellt (oder verdunkelt und verschönt) eine uns verwirrende Welt. (Christoph Hein: Öffentlich arbeiten. Essais und Gespräche)

#1561

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Verbote können Bedürfnisse nicht regeln, sondern bewirken lediglich, daß sich diese Bedürfnisse auf andere und zum Teil paradoxe Art bewegen. (Christoph Hein: Öffentlich arbeiten. Essais und Gespräche, S. 35)

#1557

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Eine unbeherrschte Zunge tötet den Geist dessen, der schimpft, wie auch desjenigen, der beschimpft wird. (Geoffrey Chaucer: Canterbury-Erzählungen, S. 587)

#1556

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Was nun die übertriebene Aufmachung der Frauen betrifft, Gott weiß, daß, obwohl einige ihrer Gesichter keusch und züchtig erscheinen, sie dennoch in ihren Kleidern Lüsternheit und Stolz zur Schau tragen / Ich sage nicht, daß Würde in der Kleidung für Mann oder Weib unziemlich sei, aber der Überfluß oder die unangemessene Enge der Kleidung ist gewiß tadelnswert. (Geoffrey Chaucer: Canterbury-Erzählungen, S. 586)

#1555

Donnerstag, Juli 29th, 2010

Und Ihr wißt wohl, sechs Dinge wünschen sich
Die Frauen von Natur aus grad wie ich:
Sie wollen Männer haben voller Mut,
Die reich, freigebig, klug, den Frauen gut
Und folgsam sind, dabei im Bett voll Leben.
(Geoffrey Chaucer: Canterbury-Erzählungen, S. 443)

#1554

Donnerstag, Juli 29th, 2010

O Trunkenbold, dein Antlitz ist abscheulich,
Dein Atem sauer, die Umarmung greulich,
Durch deine Säufernase kommt der Ton,
Als sagtest du nur stets ‘Simson, Simson!’
(Geoffrey Chaucer: Canterbury-Erzählungen, S. 425)

#1547

Mittwoch, Juli 28th, 2010

So geht es mit den Frauen allerwärts,
Wo der Erfolg ist, da ist auch ihr Herz!
(Geoffrey Chaucer: Canterbury-Erzählungen, S. 121)