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Ich glaub’ nicht, daß irgend jemand eine Freud’ an diesem komischen Sport hat… ich glaube, daß das alles, dieser ganze komische Wintersport nur auf die Reklame von die Sportgeschäfte zurückgeht und! Und, natürlich, weil es die anderen auch machen. Das scheint mit der springende Punkt zu sein. An sich - denk’ ich mir - wenn man den Menschen zwingen würde, also gesetzlich oder so, daß er bei Schnee und Eis, wo dem empfindlichen Menschen naturgemäß ohnedies widerstrebt, auf so merkwürdige Bretter hoffnungslos festgeschnallt, bei Kälte unter diesen Skianzügen schwitzend, unter Lebensgefahr mit schneeverpickten Augen steile Wiesen herunterzufahren, ständig gewärtig mit einem Baum oder einem anderen solchen Skitropf zusammenzustoßen - und dafür noch Geld auszugeben! Ich glaube, das würde eine Revolution geben. Sie verstehen: wenn das Skifahren respektive Wintersport sozusagen der vorher nichtsahnenden Bevölkerung gesetzlich verordnet würde, mit einem Schlag: eine Revolution. (Herbert Rosendorfer: Die Kellnerin Anni, S. 109)