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Aber sonst ist so ein Campingurlaub naturgemäß von vornherein als Katastrophe programmiert. Sie geben’s nur nicht zu, die Camper, wenn’s heimkommen, oder sie haben’s vergessen. Der Spirituskocher, sag’ ich Ihnen, ist der schärfste Feind des Campers. Und der Camper ist von Haus aus knickrig, sonst würd’ er ja ins Hotel gehen in Urlaub. Also kauft er das billigste Öl. Somit ein Gestank. Und das fette Fleisch - wenn Sie noch nie auf einem Campingplatz waren, können Sie sich nicht vorstellen, was für Rauchschwaden sich da über die ohnedies ständig schweißelnden Camper wälzen - und du kannst ja keine Tür zumachen und kein Fenster in einem Zelt. Und die nachfolgenden Feuerbrünste. Wie gesagt: der Spirituskocher. Sengt an. Plötzlich steht das Zelt in Flammen. Eine Familie, die war aus Bottrop, kann ich mich erinnern, hat alles verloren bis auf ihre bläulichen Badeschuh’ und seinen Sombrero - den hat er gerettet, weil Andenken an einen Campingaufenthalt in Mexiko. Danach ist er, dick wie ein Faß, auf dem Felsen gesessen, nackert mit dem riesigen Sombrero auf und hat tragisch ins Wasser g’stiert. Ein Bild! sag’ ich Ihnen, ein Bild! Und seine Alte, in die bläulichen Badeschuh’, hat an ihn hingekeift: “Warum hast du nicht statt deinem blöden Sombrero die Pässe gerettet?!” (Herbert Rosendorfer: Die Kellnerin Anni, S. 73)