#158

Trotzdem kann Alexander Iwailo Tabakoff nicht für einen glücklichen Mann gelten. Er mag es in jungen Jahren gewesen sein, als er sich in die für die ihn bestimmte Blondine verliebte - ein Prachtexemplar, das er da zu fassen kriegte! Von sprudeligem Charme, das kräftige Haar zu Dauerwellen gedeht, klackernde, rasselnde Goldglieder mit Glücksanhängern um den Arm, ein Mund, den alle bulgarischen Männer zu küssen begehrten, wiewohl eine penible antrainierte Damenhaftigkeit solche Begehrlichkeiten schmollend zurückwies. Als Kinder waren wir von ihr begeistert, drückten uns immer in ihrer Nähe herum, schmeichelten ihr. Die Frau roch gut; neben ihr kam alles, was lebte, zu seinem Recht. Sie besaß eine Leibesgenerosität, die wir an unserer Mutter vermißten. (Sibylle Lewitscharoff: Apostoloff, S. 29)

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