#1550
Verliert nicht Zeit und eilt euch, was ihr könnt,
Da Tag und Nacht die Zeit von dannen rennt,
Teils, wenn wir schlafen, heimlich sich entzieht,
Teils, wenn wir wach, uns ungenützt entflieht,
So wie der Strom talabwärts sich ergießt,
Doch nie zurück zu dem Gebirge fließt.
Auch Seneca und andre Weise sagen,
Daß schwerer Zeit- als Geldverlust zu tragen;
Verlorenes Geld sei wieder zu erringen,
Verlorene Zeit sei nicht mehr zu erbringen.
Ganz zweifellos wird nie zurückgeschafft
Die Zeit, sowenig wie die Jungfernschaft.
(Geoffrey Chaucer: Canterbury-Erzählungen, S. 175)